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clins d'oeil

Ende II

on: 09. März 2021

-« Madisch. Ein Anfall um 2 Uhr, wieder einer um ca. 11 Uhr…Es schmerzt. Aber ich soll das per Video aufzeichnen, dann wissen wir vielleicht mehr... Mir tut das so unendlich leid.»

- «Es ist…»

- «Es ist so traurig. Ich beginne mich schon zu erinnern…und etwas daran zu gewöhnen. Ich hoffe, du leidest nicht zu sehr. Es ist dir nicht anzusehen – zwischen den Schüben…»

(Madisch schweigt.)

-          «Du bist gekommen und wolltest, dass wir uns gegen den Westast und Agglolac einsetzen. Der Westast ist weg. Agglolac ist in einer ersten politisch heissen Phase … Das musst du doch noch erleben…»

(Madisch schweigt.)

-          «Und den Frühling hätte ich gerne mit dir …wenn der Garten…»

-          «Du nimmst Abschied…»

-          «Es könnte ja wieder gut werden. Ich werde mal schauen. Wenn es eine Chance zur Erholung gibt, wo Du Du sein kannst – die du bist...»

(Madisch schweigt.)

-          «Du siehst dies gelassen. Eintauchen in dieses kollektive Bewusstsein… – in welchem ich dich in deinen Träumen vermute.»

(Madisch schweigt.)

-          «Bist du erschöpft?»

(Madisch reagiert nicht.)

Karawane LXXIX

on: 26. März 2019

- «Edi. Wir sind sehr ruhig…in letzter Zeit…»

- «Ja, Madisch. Für diese Karawanen-Saga fehlt mir zunehmend die Energie.»

- «Nicht einmal der Text von Gabriela Neuhaus im BT ist dir eine Diskussion wert…»

- «Der ist hinter einer Paywall... das bringt nichts, das hier zu erwähnen, kann ja niemand lesen. Aber richtig, der ist recht gut....bezeichnend: Dauernd ziehen Menschen – mehr oder weniger in Karawanen – vom Süden Richtung USA. Und viele scheinen ans Ziel zu gelangen. Die Journalistin schaut die Hintergründe kaum an - aber hört sensibel den Menschen, den Migrierenden zu. Das ist stark...» (vgl. *)

- «Das Problem der US-Einwanderung ist  - laut Statistik - kleiner als auch schon…haben wir auch schon gesagt…»

- «Hm - jetzt nutzt sogar du den Begriff 'Problem' bezüglich dieser Einwanderung in die USA…?»

- «Niemand verlässt gerne seine Heimat – auch wenn er am verhungern ist, sein Leben durch Gewalt bedroht ist… - zeigt ja auch der Text von Gabriela Neuhaus…»

- «Ah, du meinst, das Problem ist die Auswanderung - nicht die Karawane auf dem Weg in die USA…»

(kurze Pause)

- «Bei allem Röcheln der Washingtoner Geriatrieabteilung…»

- «…Madisch, bitte, was…» (Edi liebt solche Verbalisierungen nicht so...)

- «…wird die Mauer jetzt doch finanziert. ..Die verlieren nur Zeit…»

(kurze Pause)

- «Es hat sich auch einiges bewegt in deinem Thema ‘Westast…»**

- «Was hast du plötzlich gegen das Karawanen-Thema? Der Trump will die illegale Migration als Wahlkampfthema…»

- «Ja, Madisch. Früher sagte man, Zeit ist Geld. Vielleicht heisst es nun, Zeit ist Leben.»

- «Versteh jetzt nicht ganz, was du meinst…»

- «Knappheit, Madisch… Geld war, ist knapp – und vielleicht wird das Leben als immer knapper wahrgenommen…»

- «Ja, Edi, gut. Für alte Menschen wird das Leben knapper… »

- «Überlebenskampf ist irgendwie ein Gegenpol von Zivilisation. Dem müsste man mal nachgehen.»

(Das wird ihr jetzt definitiv zu abstrakt und sie verzieht sich.)

 

* ähnlich gelagerter Bericht von derselben Reise von Gabriela Neuhaus.

** Gabriela Neuhaus führt eine blogartige Website zum Thema Westast. Dies teast sie von Facebook her an. Als Reaktion auf einen solchen Teaser entblödete sich der Berner SVP-Regierungsrat (ja, der heisst tatsächlich auch Neuhaus)  nicht, darauf zu verweisen, dass die engagierte Weltenbürgerin nicht in Biel wohnt. Offenbar glaubt er, damit die Echtheit ihres Engagements zum Thema Westast zu bezwefeln. … Der Mann wird wohl nicht ganz begriffen haben, was Globalisierung ist.  

Karawane X und Westast

in Westast
on: 03. November 2018

- «Global Denken, lokal Handeln.»

- «Also an eine Demo zu gehen, ist nicht viel ‘Handeln’. Edi, da erwarte ich etwas mehr….»

- «..also, wenn man durch ganz Mittelamerika zieht…»

- «Nun, das ist keine Samstag-Nachmittag-Demo, was die Mütter da machen, sondern Migration. Das ist … global Handeln.»

- «Du hast recht, Madisch. Der Spruch zu jener Agenda 21 (sofern ich mich nicht täusche) habe ich schon damals nicht richtig verstanden.»

- «Dann plodere ihn heute nicht daher. Aber immerhin spazierst du dir die Beine in den Leib gegen dieses sinnlose Autobahnstück! Und beschreibst die Karawane…»

- «Ich weiss, das gefällt Dir, wenn ich gegen den Westast* bin…. darum bist Du ja bei mir! Und ich weiss, dass du solidarisch bist mit Migranten. Das gefällt mir, auch wenn es nicht so mein Kernthema ist bisher.»

- «Jetzt haben wir ein Durcheinander im Kopf vor lauter Liebe.»

- «So ist es Madisch. Jetzt sind wir besser ruhig….
Obama macht das schon für uns. Oder schau mal hier!»

 

*machen wir doch den Link zu dieser Demo über den unverdächtigen Boten der Urschweiz. Passt!

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