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clins d'oeil

Nachtrag III

on: 16. März 2021

Ich erwache. Der Wecker ist laut. Ich habe endlich wieder einmal durchgeschlafen. Madisch ist nicht da. Sie ist nicht durch das offene Fenster hereingekommen. Sie hockt nicht vor der Terrassentüre. Ich trinke einen Kaffee. Schaue wieder auf der Terasse. Satie liegt auf der Bank. Er ist nervös. Wir streifen durch den Garten. Ich suche Madisch. Ich hole Rucksack und einen Plastiksack, streife durch die nähere Umgebung – schaue hinter die Sträucher, Ecken, Verstecke, wo sich Madisch zum Sterben verkrochen hätte haben können. Nichts.

Ich schaue in das fliessende Wasser, welches die Eisenbahngleise in einem Tunnel unterquert. Es könnte der Weg ihres Leibes sein. Sie, die ich kaum je trinken gesehen hatte.

Nachtrag I

on: 11. März 2021

Etwas vor 6 Uhr morgens wieder ein Anfall. Ich bleibe liegen. War es das Ende? Etwas später scharrt Madisch im Kistchen. Ich steh auf. Sie hat Hunger.

Ich recherchiere nochmals das Epilepsie-Thema im Netz. Dann der Anruf von Tierarztpraxis – die Epilepsie-Diagnose. Medikament, das helfe. Ich habe eher das Gefühl, sie sei zu erlösen. Die Ärztin sei nicht einverstanden… sie werde anrufen. Madisch hat Tränen in den Augen. Es geht etwas verloren.