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clins d'oeil

2018

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Donnerstag, 29 März 2018 16:59

Zeit, vergehend

- «Du schaust streng…?»

- «Hast Du die Schlagzeile gelesen: ‘ABB will im Bereich ’künstliche Intelligenz zukaufen’…»

- «ja, noch lustig…und gedacht: fehlt's an der lebendigen...»

- «…ihr Menschen müsst halt mit der Zeit gehen…»

- «Heute Morgen hat mir meine Fitness-Uhr zum Geburtstag gratuliert; Mit einem virtuellen Kuchen statt der Zeitanzeige….»

- « …die Xingler sind noch absurder: Die schenken dir eine 7tätige Gratis-Premium-Mitgliedschaft, wo du diese eben gekündigt hast...»

- « Und sie haben erst noch unterwürfig nachfragt, ob ich es mir nicht doch nochmal anders überlege…
Und die Uhr zeigt heute den ganzen Tag die Zeit nicht an …nur den doofen Kuchen. Quasi ein gekünsteltes Lächeln oder so...»

- «Aber die Trainingsfunktion hat doch funktioniert?»

- «..Ja. Insofern eine nette Geste: Vergiss die Zeit an Deinem Geburtstag und tu dir was gutes, trainiere…!»

« … ihr Menschen trainiert ja immer gegen die Zeit…immer schneller… immer besser. Die Devise...»

«…recht hat sie..»

« …meinst du mich oder die Uhr?»

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Freitag, 23 März 2018 08:13

von gestern

- «Das Bild vom Teich ist von gestern. Heute ist es wärmer. Heute hat es kein Eis, aber auch keine Sonne.»

- «Es ist gemein.»

- «Madisch, was ist gemein?»

- «Ihr Menschen bezeichnet ihn als ‘Falken’.»

- «Du meinst wohl den Bolten?» (Madisch liest mit mir die News auf dem Bildschirm.)

- «Eigentlich wäre es jemand, der mittels bewusster Lügen Massenmorde begünstigt hatte – nicht zuletzt, weil er noch immer diese abstrusen Ansichten zum Irakkrieg-Debakel der Amis vertritt. Falke...»   (vgl.)

- «…vielleicht ist es bloss ideologische Verblendung, die ihn treibt…»

- «Die Bezeichnung ist eine Beleidigung für einen Falken.»


- «Wenn wir schon bei der grossen Politik sind: Hast du auch die Formulierung von Reuters gesehen, wegen dem Budget…»

- «…Budget…?»

- «Ja, darum liebe ich unseren Trump ja so sehr. Quasi nebenbei - in den Headlines - wird ein erneuter ‘Shutdown’ der US-Verwaltung vermieden. Respektive die Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung wird wieder um ein paar Monate aufgeschoben. Sogar die abgebrühten Reuters-Leute laufen nun mit der Herde:
‘With Trump’s signature, the bill will avert a threatened government shutdown and keep federal agencies funded until Sept. 30, ending for now Washington’s constant budget squabbles and letting lawmakers focus on getting reelected in November.
The Senate voted 65-32 for the bill, several hours after the House of Representatives passed it 256-167 on Thursday.’»

- “…Edi, was willst Du sagen? Du bist immer so umständlich...”

- “1. Trump erscheint als Held, der den Shutdown verhindert.
2. Offenbar ist es eine wichtige Aufgabe der Parlamentarier ‘wiedergewählt’ zu werden…
3. Scheinbar ist der 30. September NACH dem November… und
4. Die Abstimmungsergebnisse gehen nicht einfach entlang den Parteilinien – sondern quer.
Irgendwann werden solche Last Minute-Aktionen schiefgehen…Wenn das am 30. September - also im aufkeimenden US-Wahlfieber schief geht… dann könnte das gar für die US-Gewaltenteilung gefährlich werden … Oder bin ich ein Schwarzmaler…?»

- «Edi, du bist weder ein Maler noch ein Anstreicher... und lass solches spekulieren... bringt nichts...»

- «Ja, Madisch. Du hast recht…nur dieser alltägliche Wahnsinn macht mich…»

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Freitag, 16 März 2018 10:37

Glücksklee

- «Der Glücksklee auf meinem Bürotisch ist so schön im Gegenlicht»

- «Langer Stiel - vier Blätter. Etwas viel Stiel für wenig Substanz. Nicht so meines.»

- «Ich brauche wieder mehr Glück im Leben. Man kann nicht alles selber gestalten.»

- «Ihr Menschen glaubt, wenn ihr vierblättrigen Klee findet, dann habt ihr Glück.
Glück und Soziales sind aber nicht dasselbe.»

- «Was willst du sagen, Madisch?»

- «Edi, du musst mit den Menschen sprechen. Ihnen nicht einfach etwas vorsetzen, was sie nicht brauchen.»

- «Muss ich?»

- «Nein, aber dann kannst du nicht erwarten, dass sie dir etwas geben. Dein Stil kommt nicht an.»

- «Eben, es braucht auch etwas Glück.»

- «Ach, Edi. Gibt mir eher noch ein paar granulés…»

(Sie gähnt einmal herzhaft und träumt dann weiter. Sie weiss, dass betteln bei mir in der Regel nichts bringt.)

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Freitag, 16 März 2018 09:43

Trump Xtes

-«Ja Madisch, wir kommen der Frage näher, warum ich seit längerem beginne, Trump zu mögen.»

- «Was ist das für ein komischer Satz, Edi? Magst Du ihn oder nicht?
Du kannst doch nicht seit Ewigkeiten sagen, dass du beginnst, ihn zu mögen…»

- «Hm, Madisch, es ist aber so; Ich mag ihn nicht, aber beginne immer mehr etwas Sympathie zu empfinden.
Er startet ja auch sehr unterirdisch…auf meiner Mögensskala.»

- «Blabla, Edi, du bist einfach nur schrecklich langsam… - vielleicht sogar unentschlossen...»

- «Was ich sagen wollte: Jetzt schraubt er wieder an seinem Staff rum und twittert Unsinn.
Er schreibt, es gebe ein «unfaires» Handelsdefizit mit Kanada – dabei sagen die offiziellen Stellen der USA, dass es  da einen klaren Überschuss gebe.
Mit anderen Worten: Trump trifft wichtige Entscheidungen (Vereinbarungen zum Aussenhandel) auf der Basis von persönlichen Annahmen, die gemäss der eigenen Administration falsch sind - und besteht weiterhin darauf… Das ist schlicht genial.»

-«Was soll daran genial sein?»

-«Dass er zeigt, dass es eben keine Fakten gibt… aber Entscheidungen. Er ist ein genialer Konstruktivist…»

- «Aber da geht doch… der Schuss hinten raus… sagt ihr Menschen doch??»

- «Richtig, Madisch. Aber das ist meist irrelevant. Das ist es eben-gerade-flach: Ob Entscheidungen falsch oder richtig sind, spielt meist keine Rolle - respektive ist bloss eine Attribuierung. Dieses Attribut der ‘Falschheit’ löst sich in den Folgeentscheidungen auf und das hat eine soziale Komponente. Eine Entscheidung bleibt immer zwangsläufig in den nachfolgenden enthalten… Wer ein Gespür hat, kann das ‘sozial’ günstig, respektive für sich nutzen. »

- «Versteh ich jetzt nicht….»

- «Kommt noch Madisch…da muss ich auch erst weiterdenken...»

(jetzt tut er wieder so schlau…aber lassen wir ihn mal…es tut ja jetzt niemandem weh, wenn Edi laut denkt…)

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Mittwoch, 14 März 2018 09:27

Vertschaupet!

-« Heute liest du das Bieler Tagblatt aber intensiv...»

-«Er hat einen schönen Namen..»

-«Der Lino Schaeren? Ja, und er bringts da sehr gut auf den Punkt. Schön, wenn Du das BT auch mal lobst…»

- «Nein, ich mein das Hirschhorn

-«...mit dem schönen Namen... aha.. den Thomas... ja, der macht grosse Kunst.»

- «Ist das jetzt ironisch gemeint?»

-«Das Projekt, den Bieler Bahnhofplatz zu verstellen, werde verlängert, schreibt der Tägu...»

-«Da röhrt die Kunst – und die hohe Bieler Regierungspolitik, Némitz und Fehr, hockt sich in den Stiftungsrat, damit es mit der Kunst vorwärts geht.  Die noch protestierenden Taxifahrer, die um ihre Existenz bangen, die werden nun INTEGRIERT, Teil des Gesamtkunstwerkes. Sie stehen dann da in der Installation und warten auf ihre Kunden...»

- « Madisch, du setzt Ironie immer besser ein...
Dieses sogenannte Walser-Projekt auf dem Bahnhofplatz ist tatsächlich in der VERLAENGERung:
Das ist wahre Kunst beim Volk: vom Taxifahrer bis zum Stadtpräsidenten wird alles integriert. Alle stossen ins gleiche Horn..."

-« Edi, machst du jetzt auch eine Einsprache. Dann wirst du vielleicht auch integriert und bekommst endlich einmal Publikum.»

-«Madisch, meinst du das jetzt als Ironie, oder als Sarkasmus oder etwa als Spott …?»

(Sie spurtet schnell unter das Bettsofa.)

 

Vertschaupet, nennt sich die Plastik von Schang Hutter, welche heute (dauerhaft) auf dem Bahnhofplatz Biel steht.

Published in Stadt
Mittwoch, 14 März 2018 08:32

Asymptote

- «Eigentlich ist es traurig.»

- «Was ist traurig, Madisch?»

- «Dass ein solch direkter Artikel so gut tut…»  (ev. hier einsehbar)

- «Madisch!? Was für ein Artikel?»

-«Der über Tillerson und Trump.»

- «Hat ein Egoman eine Sphinx gefeuert… Eigentlich nicht so ein grosser Verlust…»

- «…im Artikel von Hubert Wetzel werden zwei Interpretationen geboten. Die Erste: Trump sei im freien Fall und irgendwann komme der Aufschlag. Denn je mehr solche Tiller’s entlassen werden, desto simpler sei das Beraterfeld von Trump gestrickt, das könne nicht gut kommen. Die Zweite: Trump mache sich so endgültig frei vom Establishment: ‘…für Trump sind es die besten Tage seiner Amtszeit. Trump ist endlich Trump,’ beendet der Wetzel bitter seinen Artikel. Ich seh den Unterschied zwischen den Interpretationen nicht so recht...?»

-«In der zweiten Interpretation schlägt Trump nicht unten auf – sondern bleibt quasi im freien Fall… Eine asymptotische Präsidentschaft…

- «…totische?»

- «…ja, insofern hast du recht Madisch. Ob Trump einmal auf dem Boden aufschlägt oder nicht, spielt gar nicht so eine Rolle...
…Interessant ist eher, dass heute doch immer noch ziemlich genau 50% der Wählenden in Pennsylvania einem kritiklosen Trump-Vasallen ihre Stimme geben…»

- «asymptotisch... darum magst du also Trump so gut! Ich beginne dich zu verstehen... Ihr Menschen seid komisch…»

(Madisch geht. Ich entgegne nichts.)

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Dienstag, 06 März 2018 08:31

Teich 05-03-08 nachmittags

Published in Teichbild
Montag, 05 März 2018 09:29

Selbstreferenz und Eis

- «Ja, Madisch. NoBillag ist sehr deutlich bachab. Das war zu erwarten. Eigentlich war das so eine Diskussion, die mehr das Klima erwärmt, als …»

- «Und in Italien gilt: Nach den Wahlen ist das Chaos vor den nächsten Wahlen. Die Cinque Stelle - Römererin sollte…» 

- « Ach, Madisch, bleiben wir bei der Diskussion um die SRG, die wird auch Runden drehen ... Die einen werden als stur sein, die andern als unverbesserlich verschrieen… (Link zur SRF-Reaktion zur Abstimmung) obwohl es kreative Ansätze gäbe … Mir gefällt da beispielsweise der Ruedi Noser mit seiner oftmals offenen Art... Ich meine, wenn wir schon bei den Liberalen sind…»

- «Viel passiert das Weekend. Trump zollt...»

- «...Es glauben eben alle, dass sie viel von Medien verstehen. Ist ja auch so. Und nach dieser Abstimmung verstehen viele tatsächlich viel mehr davon…
Aber den Blick über den eigenen Gartenzaun hinaus, über die Parteigrenzen hinaus offen zu halten.»

- «Edi, Was willst du sagen?»

- «Ich frage mich manchmal, wie wir uns zu unserer Welt befragen...»

- «Schau Edi, heute lässt sich wieder erahnen, dass es einen Teich gibt unter dem Schnee.
Ob das Eis auf dem Teich noch trägt?»

- «Teste es lieber nicht…»

- «Wolltest Du vorher sagen: Wie gestaltet man ein mediales System, welches zu Weitblick führt - ein System, wo wir nicht nur Nabelschau betreiben... Wo wir so viel sehen, dass wir unsere Gesellschaft nicht blind gegen die Wand fahren...?»

- «Ja, Madisch, jetzt hast aber Du das Thema wieder zurückgewechselt...
Ja, genau, so ein System wäre ein medialer Service public, wo der Gartenteich nicht zu einem Mini-Haifischzoo verkommt...»

(Und schon ist sie wieder weg… )

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Donnerstag, 01 März 2018 09:28

Schnee, Eis und Rom

- «Madisch, Es ist still. Es schneit.»

- «Edi, ich weiss. Ich weiss, du liebst das.Du sagst das immer.»

- «Es ist, als stünde die Welt still.»

- «Ja, die Ruhe ist schön.»

- «M. ist im Spital.»

- «Ja, es tut weh. Das schmerzt.
Der Teich mit dem Eis verschwindet unter dem Schnee.»

(Es ist einen Moment still.)

- «Edi, hast du gesehen. Die Römer Bürgermeisterin verbannt Dieseldreckschleudern aus der Stadt! Endlich eine Frau, die etwas macht.»

- «Ja, Madisch. Sie soll es im Internet, im Facebook angekündet haben. Bist du da mit ihr befreundet?»

- «Ich hab ja noch immer keinen Facebook-Account....»

- «Madisch. Ich mag jetzt nicht 'pläuderlä'...»

 

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