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clins d'oeil

2020

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- «Edi, Du musst nicht sauer sein.»

2019

2 items

- «Gratuliere zu unserem Geburtstag, Madisch. Heute gibt es Futter à discrétion. Vier Jahre sind wir nun zusammen. Vor vier Jahren sassest du draussen vor der Terrassentür und wolltest herein. Von Deiner Vergangenheit wissen wir nichts. Und du gehst kaum für mehr für mehr als einen halben Tag ausser Haus oder Garten.
In der ersten Zeit gabs noch Kämpfe: Du wolltest dauernd mehr Futter und immer offene Türen nach draussen… Jetzt bist du schlank und meine Türöffnungsdienste im Winter halten sich in akzeptablen Rahmen.»

-  «Du bist unterwegs…»

2018

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- «Was wir gestern vermisst haben, ist heute bei Reuters drauf: Wir wollten wissen, was in Tijuana abgeht....»

Die Menschen wollen, dass ich mich mit Satie vertrage.  Edi lässt Satie nun in unsere Wohnung, aber gibt ihm da nichts zu fressen. Edi fürchtet, dass ich mein Territorium, unser Zuhause nicht verteidige. Und Satie solle sich dann doch nicht allzu wohl, zuhause fühlen.

Draussen ist es kalt. Satie schleckt am Eis auf dem Teich. Satie wohnt neu im Haus. Nun darf er - nach zwei Wochen - hinaus, in den Garten. Eigentlich versuche ich ihn zu ignorieren. Aber es geht nicht. Er ist mit Co. ins Haus gezogen. Er trägt ein Halsband mit Adresse, damit er zurückgebracht werde, wenn er nicht zurückfindet. Wenn er verschwände, wäre mir das gleich.

- «Ja, Madisch. Manchmal ist Ruhe.»

2017

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Madisch, ich bin unterwegs. Ich bin seit langem wieder einmal etwas länger unterwegs. Mehr als nur ein-zwei Nächte, wenn auch nur ein paar Tage.

2016

6 items

Warum aber erscheint ihr Miauen immer klagend oder fordernd? Warum nehme ich – stimmlich - kaum eine positive Willensäusserung von ihr war? Oder interpretier ich ihr Miauen falsch? Was macht das Klagende, Fordernde am Miauen eigentlich aus? Ich hab's ja nicht ungern, wenn sie miaut. Manchmal ist sie lange still. In der ersten Zeit – hier - war sie gänzlich ruhig.

Plötzlich schreit es aus mir, NEIN.

Putztag. Staubsauger und Katzen, das geht nicht zusammen. Wozu auch, wenn man sich selber reinhalten kann – wird sie sich fragen.

Den Wecker heute früh gestellt. Ich will den Zieleinlauf der ersten 100 km-Läufer beklatschen. Ich erwache, höre das Motorrad des Zeitungsverträgers, seine Schritte zum Haus, das Girren des Briefkastenschlitzes und wie er wieder geht. Zeitungsverträger, der kommt doch kurz vor halb sieben? Hat der Wecker versagt? Ich verschlafen? Ich will doch auf um fünf! Madisch ist nicht im Bett. Der Zeitungsverträger war offenbar früh.  Ich öffne kurz die Verandatür. Madisch beinelt in heller Aufregung quer durch den Garten herbei. Noch auf einer Party. Ertappt Madisch, neck ich sie. Den ganzen Tag verschlafen und nachts unterwegs.

Heut Abend kletterst du wieder auf den Baum.

…Wenn Madisch keinen Hunger hat, dann stimmt was nicht.