18 Mär 2021

« Vor dem Schreiben eines kleinen Nachrufs auf dich, gestern, habe ich sicherheitshalber auf der Site für vermisste/gefundene Tiere nachgeschaut. Und da warst du überraschenderweise. Siehe da, Madisch lebt. Ich könne dich im Tierheim abholen.

Du hast nicht reagiert, wie wir uns wieder gesehen haben. Stoisch in dem Käfig und stoisch auf der Rumpeltour über den Hügel, wo ich oft jogge, in meinem Käfig.

Anfälle habest du keine gehabt und auch diese Nacht nicht. Es geht dir besser. Eigentlich eine Riesenfreude.»

(Madisch schweigt.)

Ich war unsicher, ob ich dir die Barbiturate wieder geben solle. Die halbe Portion vorerst…»

(Madisch schweigt.)

«Es freut mich, dass du wieder da bist. Ich werde dir mehr Futter geben. Satie fern halten - so gut es geht.

Es ist ein Neubeginn. Habe ich mich mit dieser Todesahnung gegen Veränderung gesträubt? Ist es meine Trauer über meine Situation, wo nichts zu gehen scheint? … Willst du deshalb eher einfach weg? Natürlich kannst du gehen, wenn du möchtest, aber bitt erst, wenn ich sicher bin, dass du bewusst gehst, dich nicht einfach nur verläufst… Aber ich möchte, dass du bleibst.»

(Madisch schweigt.)